Colemak-Tipptest
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Mach einen Colemak-Tipptest auf der Tastatur, die du schon hast. Der Test emuliert Colemak per Software: Du drückst die physischen Tasten deiner QWERTZ- oder QWERTY-Tastatur, und sie zählen als die Colemak-Buchstaben, die auf der Keymap am Bildschirm stehen. Dein Betriebssystem und deine Tastenkürzel in anderen Programmen bleiben also genau, wie sie sind. Du bekommst Netto-WPM, Genauigkeit und eine Auswertung pro Taste, und wenn du angemeldet bist, werden deine Colemak-Bestleistungen getrennt von denen auf deinem gewohnten Layout geführt.
So funktioniert die Emulation in diesem Test
Ist die Emulation an, schaut der Test darauf, welche physische Taste du gedrückt hast, und nicht darauf, welchen Buchstaben dein Computer zu tippen meint. Drückst du die Taste mit der Aufschrift E, liest der Test F, weil diese Position auf Colemak ein F tippt. Außerhalb des Tippbereichs ändert sich nichts: Strg+C kopiert in deinem Browser weiter, und dein Passwortmanager sieht weiterhin dein gewohntes Layout.
Weil die Emulation Positionen liest und nicht die Buchstaben, die dein System erzeugt, ergibt sie Colemak, egal ob Windows, macOS oder Linux auf QWERTZ, QWERTY oder schon auf Colemak eingestellt ist. Nur eine Tastatur, die Tasten in ihrer eigenen Firmware umbelegt, würde doppelt umgelegt. Das emulierte Colemak ist die US-Fassung ohne ä, ö, ü und ß; für deutsche Wörter schalte daher den Faulmodus in den Einstellungen ein, der im Text u statt ü, a statt ä, o statt ö und ss statt ß setzt.
Die Keymap unter dem Text zeigt die Colemak-Beschriftung der nächsten Taste, die du brauchst. Das ist der schnellste Weg, nicht mehr auf Tastenkappen zu schauen, die jetzt etwas Falsches anzeigen.
Was Colemak verändert
Shai Coleman veröffentlichte Colemak am 1. Januar 2006 mit einem Ziel: die häufigsten englischen Buchstaben unter die ruhenden Finger zu legen und sich dabei so wenig wie möglich von QWERTY zu entfernen. Nur 17 Tasten ändern sich. Die Grundreihe wird links zu A R S T D und rechts zu H N E I O. Damit liegen die zehn häufigsten Buchstaben des Englischen direkt unter deinen Fingern, und auch für Deutsch sitzen viele der häufigsten Buchstaben wie E, N, I, S, R und T auf dieser Reihe.
| Reihe | QWERTY | Colemak |
|---|---|---|
| Oben, links | Q W E R T | Q W F P G |
| Oben, rechts | Y U I O P | J L U Y ; |
| Grundreihe, links | A S D F G | A R S T D |
| Grundreihe, rechts | H J K L ; | H N E I O |
Die untere Reihe behält Z, X, C und V an ihrem QWERTY-Platz, Rückgängig, Ausschneiden, Kopieren und Einfügen wandern also nicht. Fast alle Satzzeichen bleiben, wo sie sind; das einzige, das wandert, ist das Semikolon, das seinen besten Platz auf der Grundreihe abgibt und dorthin rückt, wo vorher P war. Nur zwei Buchstaben wechseln die Hand, darunter E. Das ist wichtig, weil ein großer Teil des QWERTY-Muskelgedächtnisses daran hängt, welche Hand einen Buchstaben tippt.
Das offizielle Layout macht außerdem aus der Feststelltaste eine zweite Rücktaste. Das ist eine Systemeinstellung, die du bei der Installation von Colemak vornimmst, und die FAQ von Colemak empfiehlt diese Umbelegung sogar Leuten, die bei QWERTY bleiben.
Ein realistischer Lernplan
Die FAQ von Colemak sagt, die Lernkurve hänge von der Person ab, und die meiste Zeit fließe in die Motorik, nicht ins Merken der Positionen. Wo die Tasten liegen, weißt du nach ein, zwei Tagen; bis deine Finger mitspielen, dauert es viel länger. Ein Plan, der das berücksichtigt:
- Tag 1 bis 3: nur die Grundreihe lernen. Mach kurze Tests mit sichtbarer Keymap und nimm einstellige Geschwindigkeiten hin. Achte darauf, welche Buchstaben geblieben sind (darunter A und H) und welche gewandert sind.
- Woche 1: die obere Reihe dazunehmen. Wähle Colemak in den Einstellungen unter Layout-Emulation, damit die anderen Testseiten es verwenden, und nutze dann Tests mit 10 Wörtern, damit jeder Lauf kurz ist und du aufhören kannst, bevor du müde wirst.
- Woche 2 bis 4: zu 1-Minuten-Tests wechseln, ein paar pro Tag. Jag nicht dem Tempo hinterher, sondern ziel auf eine Genauigkeit über 95 %.
- Danach die Keymap ausblenden und den Median aus drei Läufen pro Tag festhalten.
Der Ergebnisbildschirm listet die Tasten, die du am häufigsten verfehlt hast. Der Übungsbereich baut Übungen um genau diese Tasten.
Solltest du bei der Arbeit weiter QWERTZ tippen, während du lernst? Viele machen das, und die Emulation macht es leicht: Übe hier, ändere nichts am System und wechsle erst, wenn dein Colemak-Tempo brauchbar ist.
Ist Colemak schneller als QWERTY?
Auf dem Papier ist es effizienter. Die Colemak-Website gibt an, dass deine Finger viel weniger Weg zurücklegen als auf QWERTY und dass du die Grundreihe viel öfter nutzt als auf QWERTY oder Dvorak. Weniger Bewegung ist zuerst ein Argument für den Komfort. Ob du damit schneller wirst, hängt vor allem davon ab, wie viel du übst, und die ehrliche Version dieser Debatte steht in unserem Beitrag QWERTY vs. Colemak vs. Dvorak.
Wenn du wegen des Komforts wechselst, achte auf die Genauigkeit und darauf, wie sich deine Hände nach einer Stunde anfühlen, nicht nur auf WPM.
Colemak oder Colemak-DH?
Das normale Colemak legt D und H in die beiden mittleren Spalten der Grundreihe, und häufige Paare wie HE zwingen deinen rechten Zeigefinger zu einer seitlichen Streckung. Die Community hat Colemak-DH gebaut, um das zu beheben: D und H wandern in die untere Reihe, G und M kommen herauf und übernehmen ihre Plätze auf der Grundreihe, ohne dass sich eine Fingerzuordnung ändert. Wenn du noch keins von beiden gelernt hast, fang mit DH an. Wenn du schon Colemak tippst, kannst du die Änderung im Colemak-DH-Tipptest ausprobieren, ohne deine Einrichtung aufzugeben.
Häufige Fragen
Muss ich meine Tastatureinstellungen ändern, um diesen Test zu machen?
Nein. Die Emulation liest die physischen Tasten und rechnet sie um, ein Laptop mit QWERTZ oder QWERTY funktioniert also, wie er ist. Genauso funktioniert es, wenn dein System schon auf Colemak eingestellt ist.
Leidet mein QWERTZ-Tempo, während ich Colemak lerne?
Das kann passieren, vor allem wenn du mehrmals täglich hin- und herwechselst. Manche Lernende behalten QWERTZ für die Arbeit und üben Colemak in festen Einheiten; andere wechseln ganz und nehmen ein paar langsame Wochen in Kauf. Dein Verlauf hier speichert zu jedem Ergebnis das Layout, du siehst also, wie gut jeder Ansatz bei dir funktioniert.
Was ist ein guter Colemak-Wert?
Miss ihn an deinem eigenen Tempo auf deinem gewohnten Layout, nicht an Fremden. Das alte QWERTZ- oder QWERTY-Tempo wieder zu erreichen, ist der übliche Meilenstein, und die Bestleistung pro Layout macht das leicht sichtbar. Zur Einordnung: Eine Studie der Aalto-Universität und der University of Cambridge von 2018 mit 168.000 Freiwilligen fand auf normalen Tastaturen einen Durchschnitt von 52 WPM.
Warum zeigen meine Tastenkappen immer noch das alte Layout?
Der Test kann die Beschriftung deiner Tasten nicht ändern. Nutze in den ersten Wochen die Keymap am Bildschirm. Neue Beschriftungen sind optional, und das Lernen ohne sie hat einen Nebeneffekt: Es gewöhnt dir den Blick nach unten ab.
Wie wird mein Wert berechnet?
Genau wie in jedem anderen Test: Netto-WPM zählen die Zeichen in vollständig richtigen Wörtern, fünf pro Wort. Die Formeln stehen auf der Seite zu den Kennzahlen.